Erste Veloreise quer durch die Schweiz

Über Auffahrt 2013 hatte ich Ferien. Wir wollten in die Berner Alpen, um Skitouren zu machen. Leider waren die Wettervorhersagen zu schlecht, um ins Hochgebirge aufzubrechen.

Mein Plan B, um doch noch etwas in den Ferien zu unternehmen, war eine Veloreise. Das geht praktisch bei jedem Wetter. Habe ich doch vorgängig schon andere Blogs verfolgt (siehe Links). Nun wollte ich selber mal so eine Veloreise unternehmen zum Herausfinden, wie das so ist.

Allerdings musste ich noch kurzfristig eine Velotasche kaufen. Den grössten Teil der Ausrüstung war zum Glück vorhanden. Etwas Weniges musste noch ausgeliehen werden. Aber nur für eine Woche braucht es auch nicht so viel Gepäck. Das Velo mit Gepäck wog 27 kg. Das ging schon, allerdings war ich nicht wirklich trainiert. Anfangs Saison hatte ich vorgängig noch keine Tagestouren gemacht. Trotzdem wollte ich an den Genfersee und den Bodensee und wieder zurück. Grösstenteils fuhr ich den Velolandrouten Nr. 4 – Alpenpanoramaroute und Nr. 9 – Seen-Route entlang. Das sollte ja machbar sein in dieser Woche Ferien.

Das hat dann folgende Tagesetappen gegeben:

Tagesetappen
Von bis Tages-km Höhenmeter rauf Höhenmeter runter
Tag 1: Beromünster – Interlaken 115.7 km 1340 Hm rauf 1430 Hm runter
Tag 2: Interlaken – Genfersee 152.8 km 2190 Hm rauf 2380 Hm runter
Tag 3: Genfersee – Thun 152.0 km 1850 Hm rauf 1660 Hm runter
Tag 4: Thun – Beromünster 92.3 km 1320 Hm rauf 1220 Hm runter
Tag 5: Beromünster – Kaltbrunn 128.3 km 1690 Hm rauf 1740 Hm runter
Tag 6: Kaltbrunn – Walenstadt 171.0 km 1630 Hm rauf 1800 Hm runter
Tag 7: Walenstadt – Beromünster 136.1 km 2110 Hm rauf 1880 Hm runter
TOTAL 948.2 km 12130 Hm rauf 12110 Hm runter

Diese Velorouten waren immer sehr gut beschildert und häufig abseits von stark befahrenen Hauptstrassen. Das Highlight war das Simmental. Es war eine Freude bei strahlender Sonne umgeben von blühenden Blumen und Bäumen velozufahren. Die Bergipfel waren immer noch schneebedeckt. Die Route folgte tatsächlich einer wenig befahrenen Strasse zum Lac de l’Hongrin. Das kostete aber viel Kraft und bescherte extra Höhenmeter. Die Strasse wurde steil und immer holpriger. Nachdem auch noch Regen einsetzte, war es für mich klar, dass ich auf die Hauptstrasse über den Col des Mosses wechseln würde, um besser und schneller vorwärts zu kommen. Mit einer besseren Routenplanung wäre ich vielleicht von Anfang an auf die Idee gekommen, den direkten Weg zu nehmen.

Diese strenge Tagesetappe habe ich noch lange gespürt. Ich hatte Schmerzen im linken Knie und bei der rechten Achillessehne. Deshalb fuhr ich den Rest der Woche nicht mehr in den Klickpedalen und ich schonte das linke Bein ein wenig. (Erst kürzlich habe ich vom Doktor erfahren, dass Dehnen vermutlich etwas Linderung gebracht hätte).

Diese Veloreise war ein wunderschönes Erlebnis. Ich habe sehr viel gesehen quer durch unser Land:

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